Die leistungsstarken 3D-Drucker von Markforged sowie zahlreiche Modelle anderer Hersteller benötigen für den Druckvorgang eine STL-Datei. Sie ist das Herzstück sowie die Datengrundlage für weitere Schritte zu Ihrem 3D gedruckten Bauteil. Aus SOLIDWORKS können wir dieses Datenformat auslesen und wichtige Einstellungen vorab definieren, um Fehler zu vermeiden.

Durch die in SOLIDWORKS 2018 kommende Generative Design Funktion wird es immer wichtiger, die STL-Datei für den Druck vorzubereiten. Mehr zu diesem neuen Modul für SOLIDWORKS Simulation erfahren Sie hier.

Was ist eine STL-Datei?

STL oder (STereoLithography, Standard Tessellation Language) ist ein Dateiformat, das Dreiecke (Polygone) verwendet und die äußere Oberfläche eines 3D-Models komplett umschließt. In diesem Dateiformat gibt es Texturen, Farben oder andere Eigenschaften.

Tipp: Denken Sie daran beim Modellieren das Gewinde immer darzustellen.  Unter dem Bohrungsassistenten finden Sie die Funktion „Gewinde“.

Wie geht’s weiter?

Nach der Konstruktion Ihres Bauteils können Sie dieses in einer STL-Datei abspeichern. Dabei werden grundsätzlich die Standardeinstellungen verwendet, die in aller Regel aber nicht zu Ihrem 3D-Drucker passen.

STL-Datei in ASCII oder Binary?

Sie haben die Möglichkeit, Ihre STL-Datei im Binär- oder ASCII-Format zu speichern. Binärdateien sind kleiner (um Faktor 6!), sodass dieses Format in der Regel bevorzugt wird.

Einstellung der Auflösung

Innerhalb der Auflösungseinstellungen gibt es zwei Standardoptionen (grob und fein) sowie eine benutzerdefinierte Option. Die Wahl der benutzerdefinierten Option ermöglicht es Ihnen, die Auflösung genauso zu steuern, wie Sie es brauchen. Sie haben die Möglichkeit, sowohl die Abweichung als auch den Winkel der Dreiecke während der STL-Umwandlung zu verändern. Die Abweichung wird als lineare Dimension ausgedrückt und bezieht sich auf die maximale Entfernung, die die Facette der STL-Datei von der ursprünglichen Geometrie entfernt sein darf. Die Winkeleinstellung bezieht sich auf die Winkelabweichung zwischen benachbarten Dreiecken.

Verschiedene Einstellungen

Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich unterschiedliche Auflösungseinstellungen auf das konvertierte Modell auswirken können.

Anwendungsbeispiel 1: Das Setzen einer groben benutzerdefinierten Einstellung bedeutet, dass der Drucker auch mit einer groben Auflösung versucht, das Bauteil zu drucken. Die Facetten sind allerdings sichtbar, das Bauteil wird kantig und unsauber.

Anwendungsbeispiel 2: Dies ist die bestmögliche Auflösung. Damit erreichen Sie auch ein optimales Druckergebnis. Würden Sie diese Datei noch feiner einstellen und die Datei über 20 MB liegen, könnte es zu Problemen beim Einlesen in die EIGER Software von Markforged kommen. Unterhalb der Winkeleinstellung können Sie sich jederzeit die Dateigröße anzeigen lassen.

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